Krankensalbung – „Mach mich gesund“

In der Erfahrung des Schönen, der Gesundheit, des Lebens in Fülle legt uns die Heilige Schrift die Sprache der Dankbarkeit ans Herz.

 

In der Erfahrung von Belastungen, von Krankheit jeglicher Art, eines Lebens, das vom Mangel gekennzeichnet ist, die Sprache der Bitte.

„Mein Sohn/meine Tochter, bei Krankheit säume nicht, bete zu Gott, denn er macht gesund“ (Sir 38,9). Not lehrt beten, so heisst ein Sprichwort in unserer Tradition. Biblisch heisst es weniger missverständlich: Beten verwandelt Not. Krankheit ist kein Ort für Resignation, Unglaube und Verzweiflung. „Bittet und ihr werdet empfangen!“ Diese Verheissung Jesu gilt vor allem für die Situation des Krankseins. In ihr wird das Gebet zur inständigen und intensiven Bitte um Gesundheit, um neue Kräfte, Wohlergehen, Freude und neues Leben.

Kranke besuchen, Sterbende begleiten, Trauernde trösten gehören zu den Werken der Barmherzigkeit, die in unserer christlichen Tradition schon immer ihren angestammten Platz haben.

Die Krankensalbung lindert Angst und Schmerz. Sie ersetzt nicht die medizinische Behandlung, aber sie heiligt gewissermassen die Bemühung der Ärzte und Ärztinnen, des Pflegepersonals und verleiht ihrem selbstlosen Einsatz Heilsbedeutung. Wenn die Ärzte auch viele Krankheiten heilen können, so kann Jesus allein Krankheit und Sünde radikal überwinden.

Das Sakrament der Krankensalbung ist das Zeichen dieser Gnade, die erlöst und heilt.

Kontakt

Pfarrer, Christoph Baumgartner
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